Ohne Dialog verlieren wir eine ganze Generation

 

Warum innovative Dialogplattformen das Kommunikationsformat der Zukunft sind

 

Die Generationen Y und Z – das sind die unter 35 – Jährigen lassen sich auch bei Konflikten und Krisen nicht mehr mit klassischer PR und Medienarbeit erreichen. Das ist inzwischen eine Binsenweisheit. Neu ist aber die Erkenntnis, dass dies auch mit vielen Aktivitäten in den sozialen Medien nicht mehr funktioniert.

Warum ist das so? Und was lernen wir daraus? Zur Beantwortung dieser Fragen lohnt sich zunächst der Blick auf ein paar teils überraschende Fakten:

  1. Wer beim Stichwort „Social Media“ nur an die junge Generation denkt, liegt falsch. Schließlich sind soziale Netzwerke wie Facebook oder YouTube so neu nicht mehr. Facebook gilt inzwischen als Medium „für alte Leute“ (aus Sicht der Kinder und Jugendlichen der Generation Z und auch der etwas älteren „Y-er“).
  2. Die Generation der 35–44-Jährigen (also diejenigen die älter sind als die „Y-er“ und „Z-er“) ist im Netz am aktivsten. Sie nutzt soziale Medien regelmäßiger als Jüngere. Wer also die Jungen erreichen möchte, dem nutzt „Social Media“ als Kanal alleine gar nichts.
  3. Mit Social Media lässt sich nichts auf die Schnelle bewirken. Fans zu gewinnen und eine Community aufzubauen, gelingt nicht über Nacht. An dieser Stelle wird das Dialog-Prinzip deutlich: Wer eine Beziehung zum Kunden aufbauen möchte, benötigt Zeit.
  4. Die Ansprache und der Austausch sollten auf Augenhöhe erfolgen. Denn beide Generationen sind bekanntlich „digital natives“. Diese Tatsache wurde bereits hinlänglich diskutiert. Aber die daraus folgende Erkenntnis ist, dass aus der digitalen Gewohnheit eine Erwartungshaltung an die Art der Kommunikation erfolgt: Augenhöhe, Interaktivität, Geschwindigkeit und Kooperation.
  5. Die Generation Z sind zudem die ultimativeren „digital natives“. Sie suchen noch mehr als andere Generationen vor ihnen Feedback, denn schon von klein auf sind sie daran gewöhnt.

Zusammenfassend geht es nicht mehr um den Kanal über den wir kommunizieren. Social Media ist da und nutzbar. Mehr auch nicht.

Wer hingegen die Generationen Y und Z erreichen möchte muss sicherstellen, dass Feedback, Augenhöhte, Interaktivität, Kooperation und Geschwindigkeit gewährleistet werden.

All das geht nur über echte Dialoge mit Aufmerksamkeit und Zeit für mein Gegenüber. Dabei ist es weniger relevant, ob dieser Dialog persönlich oder digital durchgeführt wird. Zwar bevorzugen die „natives“ das Digitale – aber auch die zwischenmenschliche Ansprache muss diesen Regeln in der Kommunikation folgen, will sie erfolgreich sein.

Wer also in Zukunft etwas bewegen oder überzeugen möchte, braucht Dialogplattformen samt der Bereitschaft zum echten Dialog. Ansonsten wird es nicht funktionieren. Und dabei geht es nicht nur um Konfliktkommunikation sondern auch um unsere Gesellschaft als Ganzes.

Denn wenn wir die Themen Klimawandel und Nachhaltigkeit ansehen, dann erleben wir bereits wie es wird: Abspeisen gilt nicht. Ohne echten Dialog verlieren wir dann die ganze Generation der Jüngeren.

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